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Marschpat bringt Digitalisierung bei den Blasmusikkapellen

NÖWPD

Das digitale Marschbuch Marschpat hat der Einpersonen-Jungunternehmer Patrick Rupprecht aus Aigen, Bezirk Baden, mit seiner Firma RPG-Engineering e.U. entwickelt.

Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, ziehe damit die Digitalisierung auch bei den Blasmusikkapellen ein. Auf dem Marschpat könne man mehr Titel speichern, und es sei außerdem leichter als herkömmliche Notenhalter auf dem Musikinstrument.

Produkt noch in Entwicklung

Die Erfindung ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Blasmusikverband und der Fachhochschule Wiener Neustadt. Zum Einsatz soll das Marschpat nicht nur in Blasmusikkapellen kommen, sondern auch in Musikschulen sowie im privaten Gebrauch. Erweiterungen und Varianten für andere Orchesterarten und Bands sind bereits in Erwägung gezogen.

Mit seiner Firma hat sich Rupprecht auf den 3D-Druck, Digitalisierung und Entwicklung im Musikinstrumentenbau sowie Engineering spezialisiert. Zusammen mit den Entwicklungspartnern des Marschpat soll dieses Produkt in eine GmbH ausgelagert werden. Partner neben der Fachhochschule Wiener Neustadt sind die Technologie- und Innovationspartner TIP sowie das Forschungsunternehmern der FH Wiener Neustadt FOTEC.

Bereits preisgekrönt

Beim tecnet | accent Innovation Award 2018 wurden Patrick Rupprecht, Alexander Strommer (beide Absolventen des Master-Studiengangs Entrepreneurship & Applied Management) und Carina Eigner (Studentin Master Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung) mit dem hervorragenden dritten Platz ausgezeichnet.

10.000 Musikstücke immer dabei

„Da ich selbst Klarinette spiele und der Kapellmeister der Blasmusikkapelle Sankt Veit an der Triesting bin, war ich mit dem Problem des Mitführens von Notenmaterial immer konfrontiert. Die von mir gesuchte Lösung habe ich schließlich mit der Entwicklung des Marschpat gefunden“, so Rupprecht. Mit dieser Lösung können bis zu 10.000 Musikstücke gespeichert werden. Auf die herkömmliche Methode mit Papier sind nur bis zu 60 möglich. Darüber hinaus ist das Marschpat regensicher, bedeutend leichter sowie beleuchtet.

Verwendet wird ein eigens entwickeltes Anzeigegerät, auf das die von Rupprecht entwickelte Software aufgespielt wird. Mit einer digitalen Verwaltungssoftware kann die jeweilige Musikkapelle auch ihr digitalisiertes Notenmaterial verwalten. Da die Testphase bereits erfolgreich abgeschlossen wurde und Begeisterung unter den Musikern ausgelöst hat, sucht man derzeit flächendeckend nach Firmen, die das digitale Anzeigegerät herstellen können.

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